Eye-Tracking für klinische Studien in virtueller Realität

09.02.2021 - Veröffentlichung: Eye-Tracking für klinische Studien in virtueller Realität.

Alexandra Sipatchin, Siegfried Wahl und Katharina Rifai haben eine Studie zur Nutzung der HTC Vive Pro Eye für klinische Augenuntersuchungen publiziert. Das (englische) PDF ist hier frei verfügbar.

Die Veröffentlichung untersucht die aktuelle Nutzbarkeit von Eye-trackern in komerziellen VR-Headsets für medizinische Augenuntersuchungen. Die Genauigkeit der Daten wurde über das gesamte Anzeigefeld des Headsets überprüft um festzustellen ob das Headset von Patienten Zuhause für visuelle Untersuchungen eingesetzt werden kann. Mit Hilfe eines kleinen Computers wurde eine Latenz, also eine Verzögerung in den Daten, in Höhe von 58ms festgestellt. Dies bedeutet, dass das Headset vielversprechend für den Einsatz in kommerziellen Assistenzsystemen für Menschen mit Sehbeeinträchtigung ist.

Augmentierte Realität für Menschen mit Sehbeeinträchtigung

04.09.2020 - Veröffentlichung: Augmentierte Realität für Menschen mit Sehbeeinträchtigung.

Florian Lang, Tonja Machulla und Albrecht Schmidt haben unterschiedliche Repräsentationsformen für Information in sogenannten Datenbrillen untersucht. Das (englische) PDF ist hier frei verfügbar.

In der Arbeit werden an zwei Anwendungsbeispielen unterschiedliche Repräsentationsformen für Information untersucht. Zum einen eine aplhanumerische Repräsentation in Zahlen und Buchstaben und zum anderen eine symbolische Repräsentation durch abstrakte Symbole.


Abbildung 1 aus der Veröffentlichung zeigt alternative Repräsentationsformen für die Emotionen eines Gesprächspartners und die Uhrzeit.

Die Evaluierung der Augmentierungen mit Menschen mit Sehbeeinträchtigung hat gezeigt, dass Menschen mit unterschiedlichen Sehstärken unterschiedliche Repräsentationsformen bevorzugen. Während einfache und abstrake Formen von allen Teilnehmern gleich gut wahrgenommen werden konnten, waren komplexe Symbole oder alphanumerische Repräsentaionen nicht für Menschen mit sehr geringem Visus geeignet.
Eine deutsche Zusammenfassung der Arbeit hat der Schweizerische Blinden- und Sehbehindertenverband auf seiner Hompage veröffentlicht.

Rechtsgutachten

01.04.2020 - Veröffentlichung: Rechtsgutachten

Die Uni Kassel hat im Auftrag des IZEW ein Rechtsgutachten erstellt. Dieses behandelt datenschutz- und haftungsrechtliche Fragen, welche sich aus der Nutzung von augmentierter und virtueller Realität im Alltag ergeben. Das Rechtsgutachten behandelt außerdem die sogenannten Living-Labs. Ein weiteres Projekt des BMBF, welches sich ebenfalls mit dem Einsatz von AR und VR für Gesundheit und Wohlbefinden beschäftigt. Wir stellen das Dokument hier zur freien Verfügung.

Symposium Mensch-Computer-Interaktion: KI für den Menschen

12.11.2019 - Demonstration einer Assistenzfunktion im Rahmen eines Syposiums.

Der Fachbereich Mensch-Computer-Interaktion der Gesellschaft für Informatik hat am 12.11.2019 in Berlin ein Symposium KI für den Menschen veranstaltet. Neben einer interessanten Panel-Diskussion zum Thema "KI mit den Menschen – KI für die Menschen" an welcher Prof. Albrecht Schmidt sich beteiligte, haben wir auch einen Demonstrator für eine Assistenzfunktion vorgestellt.


Foto: Thomas Kosch

Der vorgestellte Funktionsdemonstrator ermöglicht Personen mit Zentralskotom eine einfache Bedienung von Touchscreen Interfaces. Dabei wird eine Datenbrille verwendet um das aktuelle Ziel, also den zu drückenden Knopf, hervorzuheben bzw. das Auffinden zu erleichtern. Weiterhin war für die Besucher eine rudimentäre Simulation eines Zentralskotoms eingebaut um das Verständnis für Betroffene zu erhöhen und die Schwierigkeiten im Alltag anderen klar zu machen.