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Human-Centered Ubiquitous Media, 80337 München

In unserer Arbeitsgruppe betreiben wir Forschung im Schnittbereich von Mensch-Computer Interaktion, Medientechnologie und ubiquitären Computersystemen. Wir sind an unterschiedlichen Forschungsprojekten beteiligt. Diese sind sowohl national finanziert (DFG, BMBF) als auch auf europäischer Ebene (H2020).
Unsere Forschungsinteressen beschäftigten sich mit der Bewältigung von kritischen Fragen in der Grundlagenforschung. Gleichwohl achten wir auf domainspezifischen Anwendungsbezug sowie resultierende gesellschaftliche Auswirkungen.
Die übergeordnete Forschungsfrage lautet: Wie können wir menschliche Fähigkeiten durch digitale Technologien erweitern?

Prof. Dr. Albrecht Schmidt, Lehrstuhlinhaber

Ich arbeite am Projekt IDeA, weil ich davon überzeugt bin, dass wir digitale Technologien entwickeln können um die Wahrnehmung von Menschen verbessern. Wir hoffen mit unserer Forschung dazu beizutragen mittelfristig das Sehvermögen von Menschen zu verbessern. Ich möchte, dass sich dadurch unserer Forschung positiv auf die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Sehbehinderung auswirkt.
An Wissenschaft ist für mich spannend, dass ich jeden Tag mit interessanten und begeisterten Menschen zusammen an neuen Herausforderungen forschen kann. Viele der praktischen Probleme erscheinen auf den ersten Blick unlösbar, aber, wie bei einem Rätsel, kommen wir mit jedem Schritt in unsere Arbeit (z.B. Prototyp oder Studie) der Lösung näher.

Dr. Lewis Chuang, Akademischer Rat

Ich arbeite an IDeA mit, weil ich dadurch verstehen kann, wie der menschliche Geist trotz unserer sich ändernden körperlichen Verfassung weiterhin aufgabenrelevante Informationen sucht.
In der Wissenschaft begeistern mich Vergleichen von Menschen mit Informationsverarbeitungssystemen, die in der Lage sind physische Energie (z.B. Licht, Schall) in mentale Repräsentationen umzuwandeln, die für ihr persönliches Leben von Bedeutung sind.

Dr. Tonja Machulla, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Ich arbeite an IDeA mit, weil ich hier meine Kenntnisse zur menschlichen Wahrnehmung direkt auf ein Problem, welches den Alltag vieler Menschen prägt, anwenden kann. Eine erste Variante unserer Projektidee kam mir, als ich aus dem Bekanntenkreis hörte, wie die Lebensqualität einer ansonsten gesunden, selbständig lebenden, 84-jährigen Dame durch eine fortschreitende AMD beständig abnahm bis zu dem Punkt, dass sie alle Lebensfreude verlor. Meine Arbeit zielt auf die Erforschung und Entwicklung von technischen Lösungen ab, welche Alltagsaufgaben für Menschen mit AMD erleichtern und ein Stück Lebensqualität zurückgeben sollen.
In der Wissenschaft begeistert mich, wenn sich ein Anwendungsbezug für grundlagenorientierte Forschungsergebnisse herstellen lässt. So muss die Funktion kopfgetragener Assistenzsysteme auf die verbliebenen visuellen Fähigkeiten, die typisch für Menschen mit AMD sind, abgestimmt werden. Dies erfordert Wissen darüber, wie Reize – Farben, Formen, Gesichter u. a. – in der visuellen Peripherie verarbeitet werden.

Florian Lang

Florian Lang, wissenschaftlicher Mitarbeiter

Mich faszinieren moderne Technologien. Dabei finde ich insbesondere die Anwendungsbereiche zur Unterstützung von Menschen sehr interessant und trage mit meiner Mitarbeit an IDeA gerne dazu bei Systeme für den Menschen zu entwickeln.
In der Wissenschaft begeistert mich der schnelle Fortschritt in der Entwicklung von neuen Technologien. Betrachtet man beispielsweise PCs, Notebooks oder Smartphones über die letzten Jahrzehnte wird der technologische Fortschritt deutlich. Für die Zukunft bedeutet dies, dass immer bessere Geräte bisher schwere Probleme der Informationstechnologie, Physik und auch Medizin vereinfachen.

Florian Lang

Jesse Grootjen, wissenschaftlicher Mitarbeiter

Ich arbeite an IDeA mit, weil ich die Lebensqualität von Menschen mit Sehbehinderungen verbessern möchte. Indem wir Menschen leichter und früher diagnostizieren, können wir diese Menschen besser behandeln.
In der Wissenschaft begeistert mich die Geschwindigkeit, mit der wir mit Hilfe von Technologien die Lebensqualität, insbesondere für Menschen mit Behinderungen, verbessern können.



NMY Logo

NMY - Mixed-Reality Communication GmbH, 60314 Frankfurt

NMY ist ein Innovationsstudio für Mixed-Reality-Kommunikation in Frankfurt und Montreal. Wir verbinden Menschen, Informationen und Prozesse durch relevante Technologie. Gemeinsam mit Unternehmen entwickeln wir maßgeschneiderte Anwendungen für wirkungsvolles Training, überzeugendes Marketing, aufschlussreiche Forschung und intuitiven Service.

Christoph Lenk, Research & Development Manager

Ich arbeite an IDeA mit, weil ich glaube, dass Mixed Reality Technologien nicht nur zum Entertainment genutzt werden können. Bei NMY nutzen wir die neuen Technologien bereits im Bereich Training & Education und im Marketing. Uns freut es, dass wir in diesem Projekt die Möglichkeit bekommen in einen weiteren Sektor einzutauchen und etwas dazu beitragen das Leben von Menschen mit Seheinschränkungen zu erleichtern.
In der Wissenschaft begeistert mich, wenn Forscher kreativ werden und sich besonders elegante und zielstrebige Experimente für die Erforschung ihrer Fragen ausdenken.



Universität Tübingen

Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften, 72074 Tübingen

Das IZEW ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum für ethische Fragen, die sich in und aus den Wissenschaften ergeben. U.a. werden ethische Aspekte der Technikwissenschaften untersucht, deren Zielsetzungen und Innovationen z.B. in den Bereichen Robotik und maschinelles Lernen gesellschaftliche Diskussionen ausgelöst haben. Der methodische Ansatz des IZEWs besteht darin, akademische Forschung und transdisziplinärer Zusammenarbeit mit Entwickler*innen und Anwender*innen zu kombinieren, so dass ethische Fragstellungen bereits bei der Entwicklung neuer Techniken relevant werden.

Dr. Mone Spindler, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Ich arbeite an IDeA mit, weil ich dazu beitragen möchte, dass ältere Menschen am technischen Fortschritt teilhaben, ohne dass dabei negative Altersbilder verfestigt werden und die Fürsorge für Schwächen des Alterns zum Konsumprodukt und zur alleinigen Aufgabe des Einzelnen wird.
Meine Lieblingsentdeckung der Wissenschaft ist, dass Wissenschaftler*innen die Wirklichkeit nicht objektiv entdecken, sondern mit ihren Vorerfahrungen und Wertvorstellungen auch selbst mit hervorbringen. In Bezug auf Technikentwicklung bedeutet das, dass Technik nicht neutral ist. In Techniken sind z.B. Vorstellung davon eingeschrieben, was ein gutes Leben ausmacht oder was normal ist. Darauf aufmerksam zu machen und wissenschaftlich fundierte Diskussionen darüber anzuregen, ist meine Aufgabe in IDeA.



Universität Tübingen

Forschungsinstitut für Augenheilkunde, ZEISS Vision Science Lab, 72076 Tübingen

Die Verarbeitung von visueller Bildinformation im Gehirn ist noch weit davon entfernt, vollständig verstanden zu sein. Insbesondere wenn Sehinformation verändert ist, sei es durch pathologische Einschränkungen im Sehsystem, oder durch beeinträchtigte Bildinformation, ist der Sehprozess in vielen Aspekten unverstanden. Das ZEISS Vision Science Lab untersucht Sehverarbeitung von beeinträchtigtem und gesundem Sehen mit dem Ziel, die Entstehung von Wahrnehmung in Interaktion mit Brillengläsern und anderen Veränderungen des Bildinhaltes in natürlichen Verhaltenssituation zu verstehen, um neue Anwendungen zu entwickeln.

Dr. Katharina Rifai, wissenschaftliche Mitarbeiterin

Wissenschaft fasziniert mich insbesondere, wenn sie das Leben für Menschen besser macht. AMD betrifft eine Vielzahl von Menschen, ihr Alltag, ihre Unabhängigkeit und Lebensfreude sind durch diese Volkskrankheit stark beeinträchtigt. IDeA bietet für mich ein Projektkonsortium, in dem interdisziplinär Schlüsselkompetenzen zusammengefasst sind, um wirkungsvolle Unterstützung für AMD-Patienten zu entwickeln. Es motiviert mich, die neuen faszinierenden Technologien von Augmented Reality zu nutzen, um Unterstützung für AMD-Patienten zu entwickeln.
Unsere Augen und unsere Sinnesverarbeitung arbeiten ganz anders als eine Kamera. Wir selektieren durch Ausrichtung unserer Augen auf Objekte und Ausrichten unserer Aufmerksamkeit auf Dinge permanent, was in unsere visuelle Sinneserfahrung einfließt. So bestimmen wir aktiv mit, was wir überhaupt wahrnehmen. Sehwahrnehmung ist daher kein objektiver „Messprozess“, sondern eine aktive Exploration der Welt um uns herum, ähnlich der Verwendung eines Blindenstocks. Dass unser Erleben schon auf Basis der Sinneswahrnehmung so subjektiv ist, fasziniert mich immer wieder. Es ist für mich ein Schlüssel zur Erforschung des gesunden und pathologischen Sehens, und ich bin davon überzeugt, dass seine Berücksichtigung zur Entwicklung von besseren Produkten für das menschliche Auge, z.B. Brillengläser, oder Augmented-Reality-Anwendungen führt.



Blickshift Logo

Blickshift, 70563 Stuttgart

Die Firma Blickshift ist ein weltweit bekannter Experte für die visualisierungsbasierte Analyse von Eye-Tracking-Daten. Im Projekt IDeA übernimmt Blickshift Aufgaben bei der Entwicklung der graphischen Nutzerschnittstellen.

Dr. Michael Raschke, Geschäftsführer

Zu der Mitarbeit an IDeA motiviert mich die Entwicklung von VR-basierten Nutzerschnittstellen.
Meine Lieblingsentdeckung in der Wissenschaft ist der Teilchenzoo.

Dr. Bernhard Schmitz, Anwendungsentwicklung

Ich arbeite an IDeA mit, da das Projekt eine interessante Verknüpfung des Themengebiets unseres Startups mit meinem Dissertationsthema darstellt.
Meine Lieblingsentdeckung in der Wissenschaft ist der Urknall.



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Talkingeyes & More GmbH, 91052 Erlangen

Die Talkingeyes & More GmbH wurde 2007 von Prof. Georg Michelson aus der FAU gegründet. Die Talkingeyes & More GmbH wurde im Jahr 2018 nach DIN ISO 13485 und 93/42/EWG zertifiziert. Jede von T&M erstellte medizinische Software erreicht IIa-Standard. T&M entwickelte und betreibt den MedStage® mit den Komponenten SmartTonoTracker® und MedData.

Prof. Dr. med. Georg Michelson, Professor für Augenheilkunde, Geschäftsführender Alleingesellschafter

Mich motiviert die fächerübergreifende Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Expertisen, welche zu einem medizintechnischen Fortschritt führt, zur Mitarbeit an IDeA.
Meine Lieblingsentdeckung in der Wissenschaft ist, dass Cloudbasierte VR-Technologie zum zentralen Untersuchungsmedium in der Augenheilkunde wird.

Milos Wieczorek, wissenschaftlicher Mitarbeiter

Ich arbeite an IDeA mit, weil mich die Arbeit in einem innovativen Forschungsumfeld und das Entwickeln sowie Testen neuer Technologien in der Augenmedizin, motiviert. Langfristig möchte ich Menschen mit Augenerkrankungen helfen und Ihren Alltag erleichtern.
Meine Lieblingsentdeckung in der Wissenschaft ist die elektromagnetische Wechselwirkung und die Entwicklung des MRT.

Sebastian Kohl, wissenschaftlicher Mitarbeiter

Ich arbeite an IDeA mit, weil ich Virtual Reality für eine Technologie mit großem Potential halte und dazu beitragen möchte, sie in der Augenmedizin zur Anwendung zu bringen. Ich hoffe, dass wir dadurch das Leben möglichst vieler Menschen mit Sehbehinderungen in vielerlei Hinsicht verbessern können. Mein Schwerpunkt ist die Entwicklung neuer Diagnose-Software für Augenerkrankungen.



Assoziierte Partner

Universität Tübingen

Carl Zeiss Vision International GmbH, 73447 Oberkochen

Als Pioniere der wissenschaftlichen Optik fordern wir seit jeher die Grenzen der Vorstellungskraft heraus. Mit unserer Leidenschaft für Spitzenleistung schaffen wir Kundennutzen und inspirieren die Welt, Dinge neu zu sehen.

Dr. Siegfried Wahl, Leiter Advanced Development Vision Care

Physicist specialized in the field of neurobiology, biophysics and vision science with strong background in developmental biology and semiconductor physics. Broad application knowledge in biomedical disciplines, especially in intraoperative solutions and medical diagnosis. Working in the field of vision science using psychophysical methodologies focusing on an understanding of the visual system to generate new optometric and ophthalmic solutions.
The complex interaction of light, the eye, the lens and eyeglasses is far from being fully deciphered. When the processing of the image on the retina in the brain is better understood, then I hypothesize a significant advance in the treatment of poor vision. The goal of my research is to gain an understanding of the development of vision and of the processing of the image in the brain in many different and dynamic situations and, on this basis, to develop new ways of providing natural, optimized vision to each individual. Another item on my agenda is to research into pathological changes to perception in order to enable their diagnosis and treatment by using suitable methods at an early stage. For these patients we aim to personalized solutions for enhanced vision.